Nach einigen Überraschungssiegen der Underdogs standen die letzten Runden im Zeichen der Favoriten. Insbesondere in der siebten Runde setzten sich an nahezu allen vorderen Brettern jeweils die Spieler mit der höheren Wertungszahl durch, seien es Margraf gegen Müller, Kardoeus gegen Bart Semjon oder Dirk Sieglitz gegen den jungen Norweger Nesse. Zu den Ausnahmen gehört das Prestigeduell zwischen den beiden Ranglistenersten Kevin Silber (ELO 2274) und David Höffer (ELO 2264), welches Letzterer in einer Partie voller Irrungen und Wirrungen für sich entscheiden konnte. Auch der noch wertungslose Mohammad Yavarpoor konnte gegen Alexaner Norbach (1957) wieder einmal einen vollen Punkt einfahren.

Die achte Runde verzeichnete hingegen wieder den einen oder anderen Stolperer. So ist nach seiner Niederlage gegen Höffer der Ranglistenerste, Kevin Silber, ins Straucheln gekommen; er verlor gleich noch einmal gegen den ein starkes Turnier spielenden Stieglitz (ELO 2025) von der Bremer Schachgesellschaft. Auch rang Wolfgang Müller Peter Issing nieder, was letzteren endgültig vom Titelkampf ausschloss.

Vor der jetzt laufenden Schlussrunde hat Margraf einen halben Punkt Vorsprung und somit beste Voraussetzungen, Bremer Meister 2018 zu werden. Ob ihm dazu bereits ein Remis reichen dürfte, überlassen wir den Buchholzexperten; sicher dürfte nur sein, dass Höffer, der sich wieder herangekämpft hat, kaum auf ein schnelles Unentschieden aus ist, da er selbst bei einem Sieg ganz vorne landen könnte. Auch kann Wolfgang Müller noch auf 7,5 Punkte kommen - eine Schlussrunde mit hohem Spannungspotential!

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