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Der neue Vorsitzende der Schachabteilung des TuS Varrel, Heiko Fischer (m.), bedankt sich bei seinem Vorgänger Klaus Schröder (r.),

der 20 Jahre lang die Geschicke der Sparte gelenkt hat. Jugendwart Dennis Webner (l.) rückt als 2. Vorsitzender ebenfalls in den Vorstand auf.

 

„20 Jahre sind genug.“ Seit 1998 fungierte Klaus Schröder als Spartenleiter der Schachabteilung des TuS Varrel. Zum Beginn des neuen Jahres übergibt er das Zepter nun an Heiko Fischer.

 Nicht ohne Bedauern nahm die Mitgliederversammlung der Varreler Schachsparte die Entscheidung ihres Vorsitzenden zur Kenntnis, nicht erneut für das Amt zu kandidieren.

Die Schachsparte wurde 1982 gegründet, mehr als die Hälfte der Zeit stand Klaus Schröder ihr vor.

In seine Amtszeit fallen auch die größten Erfolge der Vereinsgeschichte: der Aufstieg der 1. Mannschaft in die Verbandsliga, die Jugendmannschaft schaffte 2001 sogar den Sprung in die Bundesliga.

Im Jahre 2002 kam es zur Fusion mit der SG Brinkum, infolge derer der TuS Varrel erstmals mit vier Mannschaften am Spielbetrieb teilnehmen konnte.

Mit dem dritten Titelgewinn in Folge bei der Diepholzer Kreismeisterschaft schwang sich der Verein 2017 auch zum Rekordsieger im Landkreis auf.

In jüngerer Vergangenheit machte besonders die U12-Mannschaft von sich reden, die sich zweimal in Folge für die Norddeutschen Vereinsmeisterschaften qualifizieren konnte. Der 11-jährige Max Weidenhöfer gewann 2018 als erster Varreler den Landesmeistertitel und repräsentierte den Verein bei der Deutschen Jugend-Meisterschaft. Ein besonderer Coup gelang Klaus Schröder daraufhin, als er es schaffte, den Vorstand des über 1.000 Mitglieder starken Vereins davon zu überzeugen Max als Sportler des Jahres auszuzeichnen – eine bislang einmalige Ehre für ein Mitglied der Schachabteilung.

Auch der Landesschachbund Bremen schätzt die Varreler Schachsparte als regelmäßigen Organisator von Turnieren; so richtete der Verein 2003 und 2018 die Landesmeisterschaften der Jugend aus, 2004 sogar die der Erwachsenen.

Nur allzu gerne hätten die Varreler Denksportler ihren Vorsitzenden also noch ein, zwei Amtszeiten weitermachen sehen. Doch der hatte vorausschauend seinen Nachfolger von langer Hand persönlich ausgebildet. Vor 20 Jahren, damals noch als Jugendspieler, trat der heute 36-jährige Heiko Fischer dem Verein bei, erlebte keinen anderen Vorsitzenden, stieg schnell auf zum Turnierleiter und Mannschaftsführer der Stadtligamannschaft, die 2014 und 2016 die Bremer Meisterschaft erringen konnte. Die letzten Jahre ging er als 2. Vorsitzender sozusagen in die Lehre, ehe die Versammlung ihn nun einstimmig zum neuen Präsidenten wählte.

In seiner ersten Amtshandlung dankte Fischer dem scheidenden Vorsitzenden Klaus Schröder für sein beispielloses Engagement, seine offene Art, mit der er keines der einzelnen Mitglieder aus den Augen verlor, und seine Wertschätzung für die Jugendarbeit.

Und wer weiß: Vielleicht wird Fischers Nachfolger eines Tages ebenfalls aus dem eigenen Nachwuchs kommen.

Mit dem Vorsitz gibt Klaus Schröder auch das Amt als Mannschaftsführer der Varreler Reserve auf. Sein Nachfolger Stephan Praceius spielt ebenfalls bereits seit dem Jugendalter im Verein.

Momentan belegt Varrel 2 in der Bremer B-Klasse den 1. Tabellenplatz und darf sich Hoffnungen machen, nach dem Titelgewinn der U12-Mannschaft sowie dem 1. Platz in der Feierabendliga die bereits dritte Meisterschaft für den Verein im Kalenderjahr 2019 einzufahren.

Schröder indes wird dem TuS Varrel selbstverständlich als Spieler erhalten bleiben. Immerhin gilt es die Spitzenposition zu verteidigen: In insgesamt 210 Partien saß er für den TuS Varrel am Brett, 116 Punkte lauten dabei seine Ausbeute. In der ewigen Tabelle der erfolgreichsten Aktiven rangiert er damit an erster Stelle, knappe 4,5 Punkte vor Kassenwart Wolfgang Harting.

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